Deutsche Diözese

Russische Orthodoxe Kirche im Ausland

Porträt von Bischof Hiob (Bandmann)

Bischof Hiob (Bandmann)

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Bischof Hiob (Bandmann)

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Bischof Hiob wurde 1982 in West-Berlin als John Lionel Bandmann geboren. Sein Vater war als Autor und Produzent von Reportagen und Dokumentarfilmen tätig, später widmete sich auch seine Mutter der Produktion von Filmen. In einer laizistischen deutschen Familie aufgewachsen, wurde er 1994 zusammen mit seiner Mutter Maria Ingrid zunächst katholisch. Beide konvertierten dann jedoch 1998 zur Orthodoxie und der 16-jährige John wurde vom damaligen Bischof Mark (Dr. Arndt) während einer Pilgerfahrt ins Heilige Land im Jordan auf den Namen Johannes getauft.

2002 trat er nach seinem Abitur seinen Zivildienst als Betreuer in einem Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung an. Damals wohnte er bereits im Kloster des Heiligen Hiob von Počaev in München, in das er im Jahr 2003 schließlich eintrat. 2004 begann er sein Studium der Orthodoxen Theologie an der LMU München und durchlief zudem alle Gehorsamsdienste in den Werkstätten des Klosters, bis er schließlich viele Jahre in der Verlagsdruckerei tätig war. So befasst er sich bis heute mit der Herausgabe der Diözesanzeitschrift „Der Bote“ (russisch „Vestnik“) sowie mit dem Layout und der Druckfertigung von Büchern und Broschüren. In seiner Zeit an der LMU gestaltete er darüber hinaus das Layout der Fachzeitschrift „Orthodoxes Forum“ des Instituts für Orthodoxe Theologie.

Viele Jahre lang diente er im Kloster als Chorleiter. Die Weihe zum Lektor erfolgte 2006. Das Studium schloss er 2009 mit dem Diplom theol. univ. ab. Das Thema der Diplomarbeit lautete: „Der Begriff der Wissenschaft im Dialog der Orthodoxen Theologie mit den Naturwissenschaften“. Es folgte das Promotionsstudium unter Mitwirkung an der Gestaltung von Seminaren und Übungen als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Orthodoxen Ausbildungseinrichtung. Seine Doktorarbeit mit dem Titel „Antworten auf das Leid. Aspekte des Theodizee-Problems im Neuen Testament“ verteidigte er 2022 unter der Betreuung seines Doktorvaters Prof. Dr. Konstantinos Nikolakopoulos.

2012 erhielt er bei seiner Weihe zum Rassophor-Mönch den Namen Joseph. Seine Mönchstonsur auf den Namen Hiob nach dem heiligen Abt von Počaev aus dem 16. und 17. Jahrhundert sowie die Diakonsweihe erhielt er vom Klostervorsteher Metropolit Mark im Jahre 2016. Zur Weihe führten ihn der mittlerweile entschlafene Abt Evfimij sowie Priestermönch Kornilij.

Vater Hiob erteilt seit 2008 mit Lehrerlaubnis vom Bayerischen Kultusministerium orthodoxen Religionsunterricht in der gymnasialen Mittel- und Oberstufe. In diesem Rahmen können die Schüler auch das Abitur bei ihm ablegen. Außerdem ist er seit 2015 Sekretär der von der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland eingesetzten Übersetzungskommission, deren Arbeiten im Kloster des hl. Hiob unter seiner Federführung verlegt und gedruckt werden.

Am 10.09.2018, dem Fest des Klosterpatrons und seines Namensheiligen Hiob, wurde Vater Hiob von S. E. Metropolit Mark zum Priestermönch geweiht. Am 18.10.2020 wurde Vater Hiob zum Archimandriten ernannt. Am 10.12.2021 erfolgte schließlich die Weihe zum Bischof von Stuttgart und Vikar der Deutschen Diözese der ROKA in der New Yorker Synodal-Kathedrale der Gottesmutter vom „Zeichen von der Wurzel“. Am 15. Januar 2022 wurde er offiziell in der Stuttgarter Gemeinde als Bischof eingeführt.

2024 wurde er zum ständigen Mitglied der Synode der ROKA gewählt. Die Diözesanzeitschrift schaffte unter seiner Leitung 2022 den Sprung ins Online-Zeitalter mit einem neuen Webportal (www.derbote.online), Social-Media-Präsenz (Instagram, Facebook, Telegram, WhatsApp) und einem YouTube-Kanal.

Bischof Hiob spricht fließend Deutsch, Englisch und Russisch, er verfügt zudem über Latinum, Graecum und Hebraicum.


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