Hl. Dorotheus von Gaza

61. Im Buch der Sprüche heißt es: "Die keinen Führer haben, fallen wie Blätter; Heil aber findet sich in vielem Rat" (vgl. Spr. 11,14). Erkennt die Bedeutung dieses Wortes, Brüder, erkennt, was die Heilige Schrift uns lehrt! Sie schützt uns davor, dass wir auf uns selbst vertrauen, dass wir uns selbst für klug halten, dass wir glauben, wir seien fähig, uns selbst zu leiten. Wir brauchen Hilfen; wir brauchen Menschen, die uns – nach Gott – führen. Niemand ist unglücklicher, niemand ist gefährdeter als die, die keinen haben, der sie auf dem Weg zu Gott führt. Denn was heißt: "Die keinen Führer haben, fallen wie Blätter"? Das Blatt ist am Anfang immer grün, kraftvoll und schön; dann aber wird es allmählich welk und fällt ab, und schließlich wird es gar nicht mehr beachtet und auf dem Boden zertreten. So ist auch der Mensch, der von niemandem geleitet wird: Am Anfang hat er immer Eifer für das Fasten, für Nachtwachen, für die Herzensruhe, für den Gehorsam und für andere gute Dinge. Dann aber erlischt allmählich dieser Eifer, und weil er niemanden hat, der ihn führt, der jenen Eifer nährt und entflammt, trocknet er gleichsam unmerklich aus; er fällt und wird schließlich ein Untergebener der Feinde, und sie machen mit ihm, was sie wollen.
Über die aber, die offen sagen, was in ihnen vorgeht, und alles mit Rat tun, heißt es: "Das Heil aber findet sich in vielem Rat." "In vielem Rat" heißt nicht, dass man sich von jedem Rat geben lässt; vielmehr soll man sich für alles Rat geben lassen von einem, zu dem man offenbar Vertrauen haben kann, und soll nicht die einen Dinge verschweigen, über die anderen aber sprechen. Vielmehr soll man alles offen sagen und, wie gesagt, sich in allem beraten lassen. Für den, der so handelt, findet sich ganz sicher das Heil in vielem Rat.
62. Denn wenn ein Mensch nicht alles ausspricht, was in ihm ist, besonders, wenn sich zeigt, dass er schlechte Gewohnheiten und einen schlechten Lebenswandel hat, findet der Teufel in ihm einen (sc. Eigen-)Willen und einen Anspruch, im Recht zu sein, derentwegen er ihn zu Boden stürzt. Denn wenn der Teufel sieht, dass jemand nicht sündigen will, ist er nicht so ungeschickt in seiner Bosheit, dass er ihm sofort etwas von den offensichtlichen Sünden einflüstert. Er sagt nicht zu ihm: "Geh, treibe Unzucht", noch: "Geh, stiehl!" Denn er weiß, dass wir das nicht wollen, und deshalb wagt er es nicht, uns etwas zu sagen, was wir nicht wollen. Aber er merkt, wie gesagt, dass wir einen (sc. Eigen-)Willen haben oder einen Anspruch, im Recht zu sein, und daher schadet er uns unter dem Schein des Vernünftigklingenden. Daher heißt es weiter: "Der Böse tut Böses, indem er es mit dem Anspruch, im Recht zu sein, vermengt" (Spr. 11,15 LXX).
Der Böse ist der Teufel; er tut aber dann Böses, wenn er es mit dem Anspruch, im Recht zu sein, vermengt, und das heißt, mit unserem Anspruch, im Recht zu sein. Denn dann ist er stärker, dann schadet er uns mehr, dann erreicht er mehr. Wenn wir nämlich an unserem eigenen Willen festhalten und entsprechend unserem Anspruch, im Recht sein, handeln, dann stellen wir schließlich, wie wenn wir etwas Gutes täten, uns selbst eine Falle und merken nicht einmal, dass es unser Verderben ist! Denn wie können wir den Willen Gottes erkennen oder ihn wirklich suchen, indem wir auf uns selbst vertrauen und am Eigenwillen festhalten?
63. Deswegen hat Abbas Poimen gesagt: "Der (sc. Eigen-)Wille ist eine Mauer aus Erz zwischen dem Menschen und Gott" [Apophthegmata Patrium (Poimen 45) (PG 65,333-336, 628 Miller)]. Erkennt den Sinn dieses Wortes! Und weiter hat er gesagt: "Er ist ein entgegenragender Fels, insofern er entgegensteht und sich dem Willen Gottes widersetzt. Wenn nun der Mensch ihn (sc. den Eigenwillen) verlässt, sagt auch er: ‘In meinem Gott überspringe ich eine Mauer. Mein Gott, untadelig ist sein Weg’ (vgl. Ps. 18,30f)." Wie wunderbar hat er gesprochen! Denn dann erblickt jemand den Weg Gottes, der keinen Tadel hat, wenn er seinen Eigenwillen verlässt; wenn er aber seinem Eigenwillen gehorcht, erblickt er den untadeligen Weg Gottes nicht. Wenn er aber etwas von Sicherheit hört, beschwert er sich sofort, ist voll Verachtung, wendet sich ab, lehnt sich auf. Denn wie kann einer von jemandem den kleinsten Rat ertragen oder ihm gar gehorchen, der seinem Eigenwillen folgt?
Darauf hat der Altvater auch etwas gesagt über den Anspruch, im Recht zu sein: "Wenn aber der Anspruch, im Recht zu sein, mit dem Eigenwillen zusammenwirkt, bringt der Mensch nichts Gutes zustande." Wehe! Welche Folgerichtigkeit haben die Worte der Heiligen! Wirklich, den Tod bedeutet es, wenn sich der Anspruch, im Recht zu sein, zusammen mit dem Eigenwillen findet: Es ist eine große Gefahr, ein großer Schrecken. Dann geht der Unglückliche völlig zugrunde. Denn wer überzeugt einen solchen zu glauben, dass ein anderer Mensch besser weiß, was gut für ihn ist? Dann gibt er sich völlig her, seinem eigenen Gedanken zu folgen, und zum Schluss stürzt der Feind ihn, wie er es beabsichtigt, ins Verderben. Deswegen heißt es: "Der Böse tut Böses, indem er es mit dem Anspruch, im Recht zu sein, vermengt; er hasst aber ein Wort der Sicherheit."
64. Es heißt aber, dass der Böse ein Wort der Sicherheit hasst, weil er nicht nur die Sicherheit selbst hasst, sondern auch nicht erträgt, ihre Stimme zu hören. Er hasst also das Wort der Sicherheit selbst, das heißt, wenn irgendetwas über die Sicherheit gesagt wird. Ich will es erklären: Einer fragt etwas über den Nutzen, und noch bevor er danach handelt, bevor der Feind weiß, ob er beachtet, was er hört oder nicht, hasst er es schon allein, dass jemand danach fragt und etwas hört, was nützlich ist. Allein den Klang, allein die Rede über solche Dinge hasst er und wendet sich ab. Und ich sage auch, warum: Er weiß, dass seine Schlechtigkeit durchschaut ist allein durch das Fragen und sich Unterhalten über die Nützlichkeit. Nichts hasst und fürchtet er aber so, wie erkannt zu werden, weil er dann nicht mehr heimlich nachstellen kann, wie er es so gern tut. Denn wenn die Seele sich dadurch in Sicherheit begibt, dass sie alles offen bekennt und von jemandem, der sich auskennt, hört: "Dies tu – das tu nicht! Dies ist richtig – das ist nicht richtig! Dies ist ein Anspruch, im Recht zu sein, dies ist Eigenwille", und weiter: "Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, um dies zu tun", oder ein andermal: "Noch ist Zeit", dann findet der Teufel keinen Vorwand, durch den er ihr schaden kann. Er findet nichts womit er die Seele zu Fall bringen könnte, weil sie, wie gesagt, immer geführt und von allen Seiten geschützt wird. Und so verwirklicht sich in ihr, dass sie "das Heil findet in vielem Rat". Der Böse aber will das nicht, sondern hasst es. Denn er will Böses tun und freut sich mehr über jene, die keine Führung haben. Weshalb? Weil sie "fallen wie Blätter".
65. Sieh, jenen Bruder liebte der Böse, von dem er dem Abbas Makarius erzählte: "Ich habe einen Bruder; sobald er mich sieht, dreht er sich wie eine Wetterfahne!" [Apophthegmata Patrum (Makarius 3) (PG 65, 261-264)]. Solche liebt er, über solche freut er sich immer: über solche Führerlosen, die sich nie jemandem eröffnen, der ihnen mit Gottes Beistand helfen und ihnen die Hand reichen könnte. Denn nicht zu allen Brüdern ging damals jener Dämon, den der Heilige jeden Geschmack in seinen Ölfläschchen tragen sah. Hat er sie nicht für alle bereitet? Aber jeder von ihnen, der seine Hinterlist erkannte, lief und offenbarte seine Gedanken und fand Hilfe zur Zeit der Versuchung, und schließlich konnte der Böse gegen diese Brüder nichts ausrichten. Nur jenen unglücklichen Bruder fand er auf sich selbst vertrauend und ohne jemandes Beistand. Er trieb sein Spiel mit ihm, zog sich voll Dankbarkeit über ihn zurück und verfluchte die anderen.
Unbekümmert erzählte er einmal dem heiligen Makarius die Sache und auch den Namen des Bruders. Der Heilige lief zu ihm und fand, dass dies der Grund seines Verderbens war: Er merkte, dass er nichts gestehen wollte und dass er nicht die Gewohnheit hatte, sich zu eröffnen. Denn deswegen drehte der Feind ihn auch, wohin er wollte. Als der Bruder vom Heiligen gefragt wurde: "Wie geht es dir, Bruder?", sagte er: "Dank deiner Gebete gut." Und als er wieder fragte: "Kämpfen deine Gedanken nicht gegen dich?", antwortete er: "Im Moment geht es mir gut", und wollte nicht bekennen, bis ihn der Heilige geschickt dazu bewegte auszusprechen, was in ihm war. Dann stärkte er ihn durch das Wort Gottes, fes-tigte ihn, und er kehrte um.
Nun kam wieder einmal nach seiner Gewohnheit der Feind, wollte ihn zu Fall bringen und – verlor die Fassung. Denn er fand ihn gefestigt, fand, dass er sich nicht mehr täuschen ließ. Schließlich entfernte er sich unverrichteter Dinge; er entfernte sich, nun auch durch jenen Bruder beschämt. Als er wieder einmal vom heiligen Makarius gefragt wurde: "Wie geht es jenem Bruder, deinem Freund", nannte er jenen deshalb nicht mehr Freund, sondern Feind und verfluchte ihn, indem er sagte: "Auch er hat sich von mir abgewandt und gehorcht mir nicht mehr; er ist schlimmer geworden als alle anderen!"
66. Sieh, deswegen hasst der Feind das Wort der Sicherheit, denn er will immerfort unser Verderben. Sieh, deswegen liebt er die, die auf sich selbst vertrauen: Weil sie mit dem Teufel zusammenwirken, bringen sie sich selbst zu Fall. Ich weiß keinen Sturz eines Bruders, der anders verursacht wurde als durch sein Vertrauen auf das eigene Herz. Manche sagen: "Wegen dieser oder jener Sache fällt der Mensch." Ich aber weiß, wie gesagt, keinen Sturz, der anders geschah als deswegen. Du siehst jemanden fallen? Wisse, dass er auf sich selbst vertraute. Nichts ist schlimmer, als auf sich selbst zu vertrauen; nichts ist schädlicher als dies. Gott beschützte mich, und ich fürchtete immer die Gefahr.
Als ich im Kloster (sc. des Abbas Seridus) war, legte ich alles dem Altvater Abbas Johannes vor. Denn niemals gestattete ich mir, wie ich schon gesagt habe, etwas zu tun ohne seine Zustimmung. Und es geschah, dass der Gedanke zu mir sagte: "Wird dir der Altvater nicht das und das sagen? Was willst du ihn belästigen?" Dann antwortete ich dem Gedanken: "Sei verflucht, du, deine Unterscheidungsgabe, deine Einsicht, deine Vernunft und dein Wissen! Was du weißt, weißt du von den Dämonen!" Und ich ging weg und fragte den Altvater, und manchmal antwortete er mir genau das, was ich mir gedacht hatte. Dann sagte der Gedanke zu mir: "Was also! Sieh, das habe ich dir doch gesagt: was hast du also unnütz den Altvater belästigt?" Und ich antwortete dem Gedanken: "Aber jetzt ist es richtig, jetzt ist es vom Heiligen Geist. Denn was von dir kommt, ist böse, ist von den Dämonen, stammt von einer leidenschaftlichen Verfassung."
Und so gestattete ich mir niemals, meinem Gedanken zu gehorchen, ohne um Rat gefragt zu haben. Und glaubt mir, Brüder: Ich war in so großer Ruhe, in so großer Sorglosigkeit, dass ich deswegen unzufrieden war, wie ich euch meines Wissens schon an anderer Stelle sagte. Denn ich hörte, dass wir durch viele Bedrängnisse ins Reich Gottes eingehen müssen (vgl. Apg. 14,22), und sah, dass ich keinerlei Bedrängnis hatte. Da fürchtete ich mich und wusste keinen Rat, weil ich den Grund für eine solche Ruhe nicht kannte, bis mir der Altvater erklärte: "Sei nicht beunruhigt! Denn jeder, der sich dem Gehorsam den Vätern gegenüber überlässt, hat diese Ruhe und Sorglosigkeit!"
67. Seid auch ihr eifrig darauf bedacht, Brüder, zu fragen und nicht nach eurem eigenen Urteil zu leben! Begreift, welche Sorglosigkeit das mit sich bringt, welche Freude, welche Ruhe!
Aber nachdem ich sagte, dass ich niemals bedrängt wurde, hört auch davon, was ich einmal erlebte. Als ich noch dort im Kloster (sc. des Abbas Seridus) war, kam einmal eine so große und unerträgliche Traurigkeit über mich, und ich war in einer so großen Not und Enge, dass ich nahe daran war, mein Leben aufzugeben.
Jede Bedrängnis aber entstammt der Hinterlist der Dämonen, und eine solche Versuchung befällt einen durch den Neid der Dämonen: sehr heftig zwar, aber von kurzer Dauer, schwer, dunkel, trostlos; ohne eine Erquickung von irgendwoher, sondern von überall her Enge, von überall her Beklemmung. Aber schnell kommt die Gnade Gottes in die Seele, weil sonst niemand standhalten kann. Ich war nun, wie gesagt, in einer solchen Versuchung und in einem solchen Engpass.
An einem der Tage nun, als ich entmutigt und deswegen zu Gott flehend im Hof des Klosters stand, richtete ich plötzlich meinen Blick auf das Innere der Kirche und sah jemanden in der Gestalt eines Bischofs, der so etwas wie ein graues Gewand trug, in den Altarraum hineingehen. Niemals näherte ich mich einem Fremden, ohne Notwendigkeit oder Auftrag; aber wie wenn mich damals irgend etwas zog, trat ich hinter ihm ein. Er blieb eine ganze Zeitlang stehen, die Hände zum Himmel ausgestreckt. Ich stand hinter ihm und betete mit großer Furcht, denn sein Anblick versetzte mich in große Angst. Nachdem er sein Gebet beendet hatte, wandte er sich um und kam auf mich zu, und je näher er mir kam, desto mehr spürte ich, wie die Trauer und die Angst von mir wichen.
Als er nun vor mir stand, streckte er seine Hand aus, berührte meine Brust, klopfte mit seinen Fingern auf meine Brust und sagte: "Ertragend ertrage ich den Herrn, und er neigte sich zu mir und hörte mein Bitten; er führte mich heraus aus der Grube des Elends und dem Schlamm des Morastes. Und er stellte meine Füße auf Fels und festigte meine Schritte. Er legte in meinen Mund ein neues Lied, einen Lobgesang für unseren Gott" (Ps 40,2-4; LXX Ps 39,2-4). Er sagte alle diese Verse dreimal, klopfte, wie gesagt, auf meine Brust, und so ging er hinaus. Sofort entstand in meinem Herzen Licht, Freude, Trost, Glück, und ich fand mich als ein ganz anderer vor. Wie er nun hinausgegangen war, lief ich ihm nach und wollte ihn finden, aber ich fand ihn nicht, er war verschwunden. Ich wüsste nicht, dass ich – durch das Erbarmen Gottes – von jener Stunde an jemals wieder von Traurigkeit noch von Angst gequält wurde, sondern der Herr beschützte mich bis jetzt durch die Gebete jener heiligen Altväter.
68. Dies habe ich euch gesagt, Brüder, weil ich euch zeigen wollte, welche Ruhe und Sorglosigkeit, verbunden mit völliger Sicherheit, man hat, wenn man nicht auf sich selbst vertraut, sondern sich in allem, was einen betrifft, auf Gott wirft und auf die, die einen mit Gottes Hilfe führen können. Lernt nun auch ihr zu fragen, Brüder; lernt, nicht auf euch selbst zu vertrauen! Das ist gut, das ist Demut, Ruhe, Freude. Was nützt es, wenn man sich vergeblich aufreibt? Es ist nicht möglich, anders gerettet zu werden als auf diese Weise.
Aber, denkt vielleicht jemand, was soll der tun, der niemanden hat, den er fragen kann? Wirklich: Wenn jemand in Wahrheit den Willen Gottes mit ganzem Herzen sucht, lässt Gott ihn niemals im Stich, sondern führt ihn immer entsprechend seinem Willen. Wirklich: Wenn jemand sein Herz nach dem Willen Gottes ausrichtet, erleuchtet Gott ein kleines Kind, damit es ihm seinen Willen mitteile. Wenn aber jemand nicht in Wahrheit den Willen Gottes sucht und zu einem Propheten geht, gibt Gott entsprechend der Verkehrtheit seines Herzens Verkehrtheit in das Herz des Propheten bei seiner Antwort, wie die Schrift sagt: "Wenn der Prophet sich irrt und spricht, bin ich es, der Herr, der jenen Propheten irreführt" (vgl. Ez. 14,9). Deshalb müssen wir uns mit aller Kraft nach dem Willen Gottes ausrichten und dürfen nicht unserem eigenen Herzen vertrauen. Auch wenn eine Sache richtig ist und wir sogar von einem Heiligen hören, dass sie richtig ist, müssen wir zwar dafürhalten, dass sie richtig ist, aber wir dürfen nicht meinen, dass wir sie auch schon richtig machen und so, wie sie recht werden muss. Vielmehr müssen wir zwar tun, was in unserer Kraft steht, dann aber auch wieder offen darlegen, wie wir es getan haben, und erfahren, ob wir es richtig gemacht haben. Danach dürfen wir nicht einfach so sorglos sein, sondern müssen auch das Gericht Gottes abwarten wie jener heilige Abbas Agathon: Als er gefragt wurde: "Auch du fürchtest dich, Vater?", antwortete er: "Bis hierher habe ich mein möglichstes getan, aber ich weiß nicht, ob mein Werk Gott gefällt. Denn eines ist das Urteil Gottes und ein anderes das der Menschen" [Apophthegmata Patrium (Agathon 29) (PG 65,117B; 111 Miller)].
Gott behüte euch vor der Gefahr, auf euch selbst zu vertrauen, und mache euch würdig, den Weg eurer Väter zu ergreifen!
Veröfentlicht am: 29.01.2006
Aktualisiert am: